V1, Proof of Concept
Die erste Version war eigentlich noch keine "Platine". Sie war ein Proof of Concept, das gebaut wurde, um eine einzige Frage zu beantworten: Kann eine Open-Source, solarbetriebene Kamera in einer alpinen Umgebung zuverlässig funktionieren? Die Verkabelung war handgemacht, die Komponenten waren Standardteile, und das Ziel war rein funktional. Es hat funktioniert. Das hat gereicht, um zu beweisen, dass sich die Weiterentwicklung lohnt.
V1.2, Der erste Versuch mit einer eigenen Platine
Nachdem das Konzept bewiesen war, war der nächste Schritt der Umstieg von der handverdrahteten Lösung auf eine eigene PCB. V1.2 war unser erster Versuch bei diesem Übergang. Wir haben dabei viel gelernt, hauptsächlich durch Passungsprobleme. Bauteilplatzierung, Anschluss-Footprints und Gehäusetoleranzen haben in der Praxis nicht so gepasst wie am Papier geplant. Das war ein notwendiger Lernprozess: Die Art von Problem, die man erst erkennt, wenn man die fertige Platine tatsächlich in der Hand hält.

V1.3, Ein sauberes, produktionsreifes Design
Mit V1.3 ist das Design erwachsen geworden. Wir haben vollständig auf ein sauberes PCB-Layout umgestiegen, die Debug-Pins entfernt, die aus den früheren Prototyp-Phasen übrig waren, und den gesamten Aufbau verfeinert. Das ist auch die Version, ab der wir begonnen haben, das Board bewusst als Aushängeschild zu behandeln. Da unsere Gehäuse durchsichtig sind, ist die Platine im Feld sichtbar. Deshalb haben wir auf ein sauberes Layout, eine weiße Platine, die das Sonnenlicht reflektiert und die Kamera vor unnötiger Erwärmung schützt, sowie unser CNA-Branding direkt auf der Platine gesetzt.
V1.4, Bessere Sensoren, bessere Daten
Der aktuelle Schritt ist ein Sensor-Upgrade: der Wechsel vom OV2640 zum OV5640. Dieser bietet höhere Auflösung und Autofokus und passt direkt als Ersatz auf das bestehende V1.3-Board. So erhalten wir mehr Detail und schärfere Bilder. Bisher gibt es genug Leistungsreserve in der Solaranlage, sodass die bessere Bildqualität nicht auf Kosten der Laufzeit geht.
Was als Nächstes kommt
Für die Zukunft planen wir bereits V1.5. Diese Version wird eine tiefere Überarbeitung mit dem Fokus auf ein eigenes Power-Distribution-Design sein, das die aktuell verwendeten Standard-Lade- und Boost-Converter-Module ersetzen soll. Das ist ein größerer technischer Schritt als ein Sensor-Tausch, und wir wollen ihn lieber richtig als schnell angehen.
Das ist das Muster hinter allem, was wir bauen: beweisen, dass es funktioniert, Fehler ausbessern, sauber machen und dann den nächsten Schritt gehen. Unsere Hardware ist nie wirklich fertig. Sie ist immer auf dem Weg zur nächsten Version, denn die Ökosysteme, die wir dokumentieren, und die Personen die unsere Daten verwenden, verdienen die bestmöglichen Daten, die wir liefern können.